StartseiteÜber unsHelfenSponsorenArmutFacebook

Armutskonferenz Hattingen

Erste Hattinger Armutskonferenz


Die Armutskonferenz am 27. Janaur 2012 war mit rund 100 Menschen gut besucht!

Der große Ratssaal und die Empore waren neben Akteuren aus der Verwaltung, Institutionen und Vereinen, mit vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern gefüllt.

Der Begrüßung durch die Jugend- und Sozialdezernentin Beate Schiffer schloss sich ein Vortrag vom Mitglied des Landtages Prof. Dr. Rainer Bovermann zum „Enquetebericht und Armutsbericht des EN-Kreises", bezogen auf Kinderarmut. Prof. Klaus Wermker, ehem. Leiter des Büros für Stadtentwicklung der Stadt Essen referierte über die räumliche Auswirkungen der sozialen Spaltung der Gesellschaft, leider fehlte hier der Bezug zu Hattingen.

Gute Beispiele aus Hattingen stellten sich vor:
- Merlin e.V.
- Jung hilft Alt - Alt hilft Jung in Welper
- Hattingen solidarisch e.V.
- Kindergeburtstage im öffentlichen Raum (Kinderschutzbund)

In Arbeitsgruppen wurde „Kinderarmut - präventive Maßnahmen auf lokaler Ebene“ unter der Leitung von Friedhelm Güthoff, Landesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes NRW diskutiert. „Armut und Gesundheit“ wurde Dr. Helfried Waleczek, EVK Hattingen geleitet. Prof. Klaus Wermker leitete die dritte Arbeitsgruppe: "Armut im Stadtteil bzw. Quartier".

Frau Beate Schiffer erläuterte in ihrem Schlusswort, dass die Ergebnisse intern diskutiert werden. Jetzt darf man gespannt sein, welche Rückschlüsse aus der Konferenz gezogen werden.

Vom Verein Hattingen solidarisch e.V. beteiligten sich 9 Mitglieder.

16,5 Prozent Kinderarmut in Hattingen

„Hattingen steht mit einem Anteil von 16,5 Prozent Kinderarmut an dritter Stelle im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis und liegt mit diesem Wert zudem über dem Durchschnitt“, erklärt Prof. Dr. Rainer Bovermann, Mitglied des Landtags NRW. Auf der ersten Hattinger Armutskonferenz gibt er einen Überblick über die Arbeit der Enquete-Kommission, die sich von 2006 bis 2008 im Landtag mit dem Thema „Chancen für Kinder“ auseinander gesetzt hat.
Mehr auf DerWesten.de/Hattingen

WAZ Hattingen: Keine Lösung für Armut
Ursachen und Mängel sollen auch nach Konferenz diskutiert werden, die über Bildung, Gesundheit und Integration sprach.
Mehr auf DerWesten.de/Hattingen

Pressemitteilung Stadt Hattingen

13. Februar 2012
Erste Hattinger Armutskonferenz

Hattingen/Ruhr. Die erste Hattinger Armutskonferenz am 27. Januar 2012 ist auf überregionales Interesse gestoßen und hat auch in der Stadt Hattingen selbst eine gute Resonanz erfahren. Wie die städtische Sozialdezernentin, Beate Schiffer, hervorhebt, wurden zur Veranstaltung im Rathaus etwa 200 Teilnehmer registriert. Schiffer: "Die außerordentlich gute Resonanz in Hattingen hat uns alle überrascht. Das gegenseitige Kennenlernen und der damit verbundene Austausch war ein wichtiger erster Schritt."

Die Ergebnisse und Erkenntnisse der Armutskonferenz sollen in die Stadtteil- und Trägerkonferenzen und die Arbeit des Bündnis für Familie eingespeist werden. Sozialdezernentin Schiffer: "Wir haben bewusst darauf verzichtet, nach Patentrezepten zu suchen, sondern wir wollen die vielen Aspekte der Hilfe thematisieren. Jetzt wird es darauf ankommen, das Thema Armut weiter offensiv in der Öffentlichkeit zu behandeln und bei allen Aktivitäten zu berücksichtigen!"

So soll Thema "Armut und Gesundheit" im Kooperationsprojekt "med in Hattingen" behandelt werden. Darüber hinaus soll eine stadtteilgenaue Datenerfassung Aufschluss über die räumliche Situation geben und ebenfalls in die Konferenzen aber auch in die Stadtentwicklungsplanung einfließen.

Zum wichtigen Thema "Bildung" kündigte die Sozialdezernentin an, "für mehr Information und Transparenz zu sorgen, um den Umgang für Institutionen zu vereinfachen." Die erste Hattinger Armutskonferenz wird auch ein Tagesordnungspunkt in der kommenden Sitzung des Sozialausschusses am 15.2. sein.

Armutskonferenz WAZ Hattingen

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Vorne von links: Prof. Klaus Wermker, Prof. Dr. Rainer Bovermann, Dr. Helfried Waleczek und Bernd Loewe

Pressemitteilung vom 5. Januar 2012


Armutskonferenz in Hattingen - jedes 6. Kind von Armut bedroht


Hattingen/Ruhr. Die Stadt Hattingen lädt am Freitag, den 27. Januar 2012, zur 1. Hattinger Armutskonferenz ins Rathaus ein. Ziel der Veranstaltung soll es sein, "das Thema Armut in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Angebote in Hattingen vorzunehmen sowie gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie wir vor Ort die Folgen von Armut lindern können", so Sozialdezernentin Beate Schiffer im Einladungstext.

Zahlen, die im "Demographiebericht der Stadtverwaltung (2009-2011)" veröffentlicht wurden, machen die Relevanz des Themas für die Stadt Hattingen deutlich. So ist in Hattingen das durchschnittliche Einkommen deutlich geringer als in den meisten anderen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises. Während das Durchschnittseinkommen im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt, liegt das Durchschnittseinkommen der Hattinger Haushalte deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Hattingen bildet hier das Schlusslicht im Kreisgebiet.

Die Armutquote liegt an dritter Stelle im Kreisgebiet. Bereits jedes sechste Kind in Hattingen ist auf staatliche Sozialleistungen angewiesen.

Die Armutkonferenz wird sich von 14 bis 18 Uhr in Vorträgen und in Arbeitsgruppen mit einer Bestandsaufnhame und möglichen staatlichen als auch bürgerschaftlichen Hilfsangeboten beschäftigen.

Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann mit dem Dezernat II der Stadtverwaltung Kontakt aufnehmen und sich an Sylvia Rudka, Telefon 204 5001, E-Mail: s.rudka@hattingen.de wenden.


Der Kinderarmut begegnen...

Vertrag und Diskussion im Rathaus Hattingen am 29. März 2012 als Folgeveranstaltung zur 1. Hattinger Armutskonferenz

Vorgestellt wurde das Thema von Martin Debener - der Paritätische NRW, Veranstalter war der Kinderschutzbund Hattingen. Drei Vorstandsmitglieder von "Hattingen solidarisch e.V." haben an der Sitzung teilgenommen.

Eindringlich hat Martin Debener die negative Entwicklung der Einkommensarmut und die daraus resultierenden Kinderarmut dargestellt.

Das Bildungs- und Teilhabegesetz (BTP) sieht einige Leistungen vor. Bedarfe für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft werden bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen neben dem Regelbedarf gesondert berücksichtigt für:

1. tatsächliche Aufwendungen für mehrtägige Klassenfahrten und mehrtägige Kitafahrten,
2. Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit persönlichem Schulbedarf,
3. erforderliche tatsächliche Aufwendungen für die Schülerbeförderung,
4. Bedarfe zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft.

Große Hürden bildet die undurchsichtige Bürokratie und damit der Zugang zu den BTP Leistungen. Bei Leistungsbewilligung besteht außerdem eine große Gefahr der Stigmatisierung der Kinder, zum Beispiel durch die Dokumentationspflicht der Mittagsverpflegung oder wenn Eltern den Eigenanteil von 1 Euro je Essen nicht zahlen.

Martin Debener fordert daher Handlungsketten auch in Hattingen zu bilden. Die Armutsprävention von Kindern und Jugendlichen sollte alle Beteiligten vernetzen: Hebammen, Ärzte, Tagesmütter. KiTas, Horte, Schulen, Kinderschutzbund, Jugendhilfe, Bildungsträger, Stadtwerke, ÖPNV, öffentliche Einrichtungen, Politik und Verwaltung sowie alle freien Institutionen und Vereine. Es gilt Wohnungsräumungen zu verhindern, Stromsperren zu vermeiden und eine Schuldnerberatung mit den Energieversorgern aufzubauen.

Weitere Informationen:
www.tacheles-sozialhilfe.de
www.erwerbslos.de
www.gesetze-im-internet.de
www.sozialgerichtsbarkeit.de

 

Kinderarmut schockiert


WAZ Hattingen vom 21. Januar 2012: Leserbeiräte der Hattinger WAZ hoffen auf Ernsthaftigkeit der Armutskonferenz und unterstreichen deren Wichtigkeit. Mehr auf derWesten.de

Gut, dass Armut endlich zum Thema wird


Roland Römer vom Stadtspiegel Hattingen hat am 11. Januar 2012 das Thema Armut und Armutskonferenz aufgegriffen. Hier der Artikel als PDF-Datei [1.006 KB] .

Pressemitteilung vom 19. Januar 2012


1. Armutskonferenz in Hattingen
"Wir wollen die Armutspirale unterbrechen!"


Hattingen/Ruhr. Schon fast 100 Anmeldungen liegen vor zur Armutskonferenz der Stadt Hattingen. Damit verspricht diese Veranstaltung am Freitag, den 27. Januar 2012, zumindest was die Teilnehmer-Zahlen angeht, ein Erfolg zu werden. Dabei ist das Thema durchaus sperrig. "Die Kommunen können die Folgen der Armut nur lindern, wir selbst können keine Gesetze erlassen," so Sozialdezernentin Beate Schiffer in einem Pressegespräch im Rathaus.

Ziel der Veranstaltung soll es sein, "das Thema Armut in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Angebote in Hattingen vorzunehmen, sowie gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie wir vor Ort die Folgen von Armut lindern können", so Beigeordnete Beate Schiffer im Einladungstext zur Konferenz.

Die Armutquote in Hattingen liegt an dritter Stelle im Kreisgebiet. Bereits jedes sechste Kind in Hattingen ist auf staatliche Sozialleistungen angewiesen. Zahlen, die im "Demographiebericht der Stadtverwaltung (2009-2011)" veröffentlicht wurden, machen deutlich, dass Armut in Hattingen keine Nebensache ist. Während das Durchschnittseinkommen im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt, liegt das Durchschnittseinkommen der Hattinger Haushalte deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Hattingen bildet hier das Schlusslicht im Kreisgebiet.

"Es ist sehr wichtig, dass wir mit dem Thema Armut an die Öffentlichkeit gehen. Wir müssen Armut aus der Diskriminierung holen, und zeigen, wie schnell man von Leistungen des Staates abhängig werden kann. Die Scham zu überwinden, kann der erste Schritt sein, um die Armutspirale zu verlassen!" so Juliane Lubisch von der städtischen Abteilung Erziehungshilfe. Große Hoffnungen setzen die Fachleute aus der Stadtverwaltung auf die Zusammenarbeit von Stadt, Sozialverbänden und den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen in Hattingen. "Wir haben auch durch die Stadtteilkonferenzen viele wichtige Kontakte gewonnen, die helfen können, die Folgen der Armut zu lindern. Netzwerke werden für die Sozialarbeit immer wichtiger!", so Erika Beverungen-Gojdka, Fachbereich Soziales und Wohnen, im Pressegespräch.

Die Armutkonferenz wird sich von 14 bis 18 Uhr im Rathaus in Vorträgen und in Arbeitsgruppen mit einer Bestandsaufnhame und möglichen staatlichen als auch bürgerschaftlichen Hilfsangeboten beschäftigen. Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann mit dem Dezernat II der Stadtverwaltung Kontakt aufnehmen und sich an Sylvia Rudka, Telefon 204 5001, E-Mail: s.rudka@hattingen.de wenden.

Redaktion: Hier kann die Einladung und das Programm als Flyer [431 KB] angesehen werden.