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Risikofaktoren Armut


Ein niedriges Einkommen allein ist keine umfassende Beschreibung von Armut, sondern es müssen auch Lebensumstände berücksichtigt werden, die die gesellschaftliche Teilhabe einschränken oder gefährden.

Solche Risikofaktoren sind beispielsweise:

- Krankheit, insbesondere seelische Erkrankungen
- Sucht
- Unfallfolgen
- Behinderung
- Arbeitslosigkeit
- Bildungsnachteile (kein oder niedriger Schulabschluss), der „falsche“ Bildungshintergrund
(wenn vorerst keine Stellen für einen bestimmten Ausbildungszweig vor handen sind)
- familiäre Faktoren, die damit verbundene (Teil-)Unflexibilität, eine Arbeit oder eine Umschulung zu machen
(Kindererziehung, pflegebedürftige Angehörige, Arbeitsort der Partnerin/des Partners, etc.)
- soziales Umfeld allgemein
(Familie, Migrationshintergrund, Nachbarschaft, Stadtteil etc.)

Ein wichtiges Merkmal von Armut ist der Mangel an Ressourcen. Mangel an Ressourcen meint nicht nur die Knappheit an Geld und materiellen Gütern, sondern auch nichtmaterielle Faktoren wie die Qualität der Wohnung oder des sozialen Umfeldes und der Verwirklichung bestimmter Lebenschancen. Armut schränkt die Perspektiven eines Menschen wesentlich ein. Im Extremfall sind Menschen nicht mehr in der Lage, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, sie werden ausgegrenzt. Wichtige Elemente, um sich aus eigener Kraft helfen zu können, liegen in den Lebenslage-Dimensionen: Einkommen, Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit.

Quelle: Armutsbericht 2010 für den Ennepe-Ruhr-Kreis